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ÖNORM O 1052

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ÖNORM O 1052 LICHTIMMISSIONEN - MESSUNG UND BEURTEILUNG

Mit 1. Oktober 2012 wurde die ÖNORM O 1052 "Lichtimmissionen - Messung und Beurteilung" von der Austria Standards veröffentlicht. Damit wurde die Arbeit der Arbeitsgruppe betreffend eine nationale Regelung betreffend Lichtimmissionen veröffentlicht und Österreich schließt zu den Mitgliedsstaaten der EU auf, die Regelungen betreffend den Nachbarschaftsschutz und dem Naturschutz (Stichwort Lichtverschmutzung) gesetzt haben.

Die Norm regelt die Wirkung von künstlichen Lichtquellen (Ausnahmen bleiben das Licht von Kfz und übliche Innenbeleuchtungen) und die Wirkung von leuchteten Flächen auf den Menschen und die Umwelt.

Nachstehend ein Hinweis auf die Grenzwerte der ÖNORM O 1052:

Maximal zulässige mittlere vertikale Beleuchtungsstärke in der Fensterebene des zu beurteilenden Raumes

Unterscheidung des Gebietes

6 - 20 Uhr

20 - 22 Uhr

22 - 6 Uhr

Bebautes Gebiet mit besonderem Schutzbedürfnis, z. B. Bereich um Kurgebiete, Spitäler, Pflegeanstalten

1 Lux

1 Lux

1 Lux

Wohngebiet, Bereiche, die überwiegend dem Wohnen dienen, nur vereinzelt Geschäftslokale, Kleinsiedlungsgebiete

5 Lux

3 Lux

1 Lux

Mischgebiete, Geschäftslokale und Wohnungen, Einkaufsstraßen lokaler Bedeutung

10 Lux

5 Lux

1 Lux

Kerngebiete, Betriebs- und Industriegebiete, Geschäftsstraßen übergeordneter Bedeutung

25 Lux

15 Lux

5 Lux

 

Maximal zulässige Proportionalitätsfaktoren betreffend die Blendung durch künstliche Lichtquellen

Unterscheidung des Gebietes

6 - 20 Uhr

20 - 22 Uhr

22 - 6 Uhr

Bebautes Gebiet mit besonderem Schutzbedürfnis, z. B. Bereich um Kurgebiete, Spitäler, Pflegeanstalten

32

32

32

Wohngebiet, Bereiche, die überwiegend dem Wohnen dienen, nur vereinzelt Geschäftslokale, Kleinsiedlungsgebiete

96

64

32

Mischgebiete, Geschäftslokale und Wohnungen, Einkaufsstraßen lokaler Bedeutung

160

96

32

Kerngebiete, Betriebs- und Industriegebiete, Geschäftsstraßen übergeordneter Bedeutung

-

-

160

Als "notwendige Beleuchtung"  wird im Sinne der Norm z.B. eine sicherheitstechnisch begründete Beleuchtung, Straßenbeleuchtungen, arbeitnehmerschutzpflichtige Beleuchtungsanlagen und dgl. angesehen. Darüber hinaus verbleibt laut Norm die "nicht notwendige Beleuchtung", für welche nachstehende Regelungen vorgeschlagen werden:

Betriebszeiten einer nicht notwendigen Beleuchtung

Gesetzlich festgelegte Gebiete zum Schutz der Natur, z. B. Nationalparks, Naturschutzgebiete u. dgl.

I

nicht zulässig

Nicht für Bebauung gewidmete Gebiete, Freilandgebiete, unbebaute Gebiete, Grünland

II

nicht zulässig

Siedlungsrand, ländliche und durchgrünte Siedlungsgebiete

III

5 - 22 Uhr

Dicht bebaute Gebiete, städtische Gebiete, Industriegebiete

IV

5 - 24 Uhr


In den Gebieten II, III und IV sind auch vereinzelt Beleuchtungsanlagen mit abweichenden Betriebszeiten (in Gebiet II jedoch maximal bis 22:00 Uhr) zulässig. Dabei ist immer die Fernwirkung zu beurteilen. Die Notwendigkeit der Abweichung von der empfohlenen Betriebszeit ist zu begründen.
 

Maximale mittlere Leuchtdichte von angestrahlten Fassaden in Abhängigkeit vom Bewertungsgebiet

Gesetzlich festgelegte Gebiete zum Schutz der Natur, z. B. Nationalparks, Naturschutzgebiete u. dgl.

I

nicht zulässig

Nicht für Bebauung gewidmete Gebiete, Freilandgebiete, unbebaute Gebiete, Grünland

II

5 cd/m²

Siedlungsrand, ländliche und durchgrünte Siedlungsgebiete

III

10 cd/m²

Dicht bebaute Gebiete, städtische Gebiete, Industriegebiete

IV

25 cd/m²